Halbmondschwarz

Schwarz-deutsch-antirassistisch-islamistisch-nonkonform

Schwarze Deutsche und PoC

Ich erhebe für mich keinesfalls den Anspruch die Allgemeinheit Schwarzer Deutscher zu präsentieren oder für diese zu sprechen. Noch würde ich behaupten ein Fachmann in der Geschichte oder besonders aktiv in Vereinen, Initiativen und Organisationen zu sein.

Mein Blog gibt meine persönliche Meinung und die von mir wahrgenommenen Realitäten wieder. Jede Gemeinschaft und jedes Volk besteht aus einzelnen Individuen mit eigenen und unterschiedlichen Ansichten, Standpunkten, Religionen, Wurzeln und Umfeld.

Aber beachtet !:

Nicht jeder schwarze ist automatisch Afrikaner oder Migrant! Ich und viele andere definieren uns als das was wir sind. Schwarze Deutsche von denen es hunderttausende gibt.

Da es zum Glück schon eine Menge Plattformen und Initiativen schwarzer Deutscher und People of Colour gibt, begnüge ich mich hier großteils von anderen zu  zitieren und diese für weitere Informationen zu verlinken. Ich werde diese Seite fortlaufend aktualisieren wenn ich dies für notwendig halte.

WARUM IST DIE BEZEICHNUNG SCHWARZEN MENSCHEN SO WICHTIG?

Ein wichtiges Identifikations- und Identitätsmerkmal jedes Menschen, jeder Familie, jedes Vereins und jeder Gruppe ist deren Bezeichnung, die offen oder versteckt bereits viele Assoziationen auslöst. Deshalb gibt es ein Grundrecht auf Selbstbenennung, das jedoch oft gewaltsam verletzt wird. Schon immer war das Verbot, den eigenen Namen zu tragen, ein wirksames Mittel von Eroberern und Besatzern jedweder Herkunft und Historie, eine unterdrückte Gruppe eines Teiles ihrer Kultur zu berauben. Ähnlich wie das Verbot der eigenen Schrift oder Sprache hat es Identitätsverlust zum Ziel, was den Umkehrschluß zuläßt, daß die Bezeichnung einer Gruppe für sich selbst ein wichtiger Faktor für Definition, Identität und Zusammenhalt ist.

Menschen(gruppen), denen das Selbstbenennungsrecht verwehrt wird, leiden darunter und wehren sich weltweit gegen diese Form der Unterdrückung. In Deutschland ist die Aufklärung darüber, dass und warum Selbstbezeichnungen diskriminierter Gruppen immer angemessener sind als koloniale Namensgebungen, noch nicht weit fortgeschritten, beziehungsweise ist diese Tatsache wohlbekannt, wird aber von der Dominanzkultur nicht umgesetzt.

Das Recht, “Andere” zu benennen, war schon immer ein “Herrenrecht”.

Tatsache ist, dass noch heute viele Menschen in Deutschland Probleme damit haben, das Selbstbenennungsrecht Schwarzer Menschen zu akzeptieren und auf diskriminierende Wörter wie “Farbige” oder gar “N….” nicht verzichten mögen.
Sie alle müssen sich die Frage gefallen lassen, warum sie Ausdrücke, die bekanntermaßen eine kolonialrassistische Herkunft haben, beleidigend und nicht diskriminierungsfrei sind, unbedingt weiter verwenden wollen. Selbst möchten sie auch nicht auf eine Art bezeichnet werden, die sie für unangemessen halten, und das, obwohl selbst die schlimmste Beschimpfung im umgekehrten Fall auf keinerlei historisch, institutionell oder strukturell entmenschlichende Gewalt zurückgreift. Während in Deutschland die Forderung, selbstgewählte Bezeichnungen für Minderheiten zu benutzen, von der Mehrheitsgesellschaft bisweilen noch als Zumutung aufgefasst wird, wird dies in vielen anderen Ländern bereits als notwendige Aufarbeitung, Fortschrittsarbeit und Heilung der Sprache aufgefasst………………………….

WARUM SIND VIELE BEI DEM THEMA SO EMPFINDLICH?

“Schwarz” zu sein bedeutet nicht nur, pauschal zu einer im weitesten Sinne “ethnischen Gruppe” (in Wirklichkeit: einer willkürlich durch die Dominanzgesellschaft konstruierten Gruppe) zu gehören, sondern ist zumeist auch verbunden mit der Erfahrung, auf eine bestimmte Art von der Mehrheitsgesellschaft wahrgenommen, missrepräsentiert und fremdbestimmt zu werden. Sieben von acht Menschen auf der Erde sind nicht weiß, das nützt den Schwarzen Menschen aber nicht viel, die in Ländern aufwachsen, in denen eine gesellschaftliche Gruppe (vor)herrscht, die ihre Aufarbeitung rassistischer Tendenzen noch nicht abgeschlossen hat. Schwarze Menschen in Deutschland beispielsweise sind immer noch Opfer von rassistischen Übergriffen. Fast alle haben unzählige Alltagsdiskriminierungserfahrungen gemacht.

Für viele Schwarze Deutsche ist “Schwarz sein” ein Stück Identität und daher selbstverständlich ein wichtiges Thema. Schwarz zu sein ist anders als für Weiße das “weiß-sein”, denn mit dem weiß-sein brauchen weiße Deutsche sich nicht auseinanderzusetzen, wenn sie nicht möchten………………………………………

WAS HEISST “POC”?

“PoC” ist kurz für „People of Color“. Das ist eine selbstbestimmte Bezeichnung von und für Menschen, die nicht weiß sind. Das Konzept „People of Color“ setzt man erstmals voraus, dass Menschen, die nicht weiß sind, über einen gemeinsamen Erfahrungshorizont in einer mehrheitlich weißen Gesellschaft verfügen.

Anders als etwa „coloured“ („farbig“/“Farbige/r“), das eine von Weißen gewählte und koloniale Zuschreibung ist, sind „People of Color“ in erster Linie „people“, also „Menschen“. Der Ausdruck „People of Color“/“PoC“ wird (auch in Deutschland) im akademischen und politischen Umfeld benutzt und ist in vielen englischsprachigen Ländern eine gängige Bezeichnung. In Deutschland hat sich der Begriff im Alltag und in den Medien noch nicht durchsetzen können, was daran liegen mag, dass er lang und englisch ist, oder auch daran, dass in Mehrheitsdeutschland die unterschiedlichen Lebensrealitäten von weißen Menschen und People of Color weitestgehend ignoriert werden und sie daher außerhalb der Menschenrechtausarbeit auch gar nicht mit dementsprechenden Begriffen thematisiert werden.

Auszüge aus den FAQ´s Der Braune Mob e.V , zur Seite geht es hier

Eine der Vorreiter Initiativen ist sicher auch die Initiative Schwarzer Deutscher die regelmäßig und aktiv für die schwarze Gemeinschaft in Deutschland arbeitet. Der Link zur Seite ist hier

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